Defensivarbeit ist der Schlüssel

3. LIGA OST SGB will gegen HG Oftersheim/Schwetzingen nachlegen

VON ROBERT GIESE

Handball – Nach ihrem viel umjubelten Derbysieg bei der HSG Hanau schöpft die SG Bruchköbel im Kampf gegen den Abstieg aus der 3. Liga Ost wieder Hoffnung. Diese wollen die Bruchköbeler nach dem Spiel gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen am Sonntag ab 17 Uhr weiter am Leben halten – durch einen Sieg gegen den Tabellenzehnten. Eine Schlüsselrolle soll dabei wie im Derbysieg der SGB-Defensive zukommen.

Die gegen Hanau insbesondere im ersten Durchgang sehr lauf- und einsatzfreudige Bruchköbeler Deckung hatte nämlich ihren Teil dazu beigetragen, dass die SGB beide Punkte aus der Hanauer MainKinzig-Halle entführen konnten. „Eine gute Abwehrarbeit ist für uns der Schlüssel zum Erfolg“, betont daher auch Aydin Günes, der für Bruchköbel auf Linksaußen wirbelt, „denn wenn unsere Abwehr stabil steht, kommen wir zu einfachen Toren über die erste und zweite Welle – und die sind für uns enorm wichtig.“

Gerade die Abwehrarbeit war im Hinspiel gegen die HG noch ein großes Manko, damals ging Bruchköbel mit 26:36 regelrecht unter. „Oftersheim hat damals in der zweiten Halbzeit mit sieben Feldspielern gespielt, und dagegen hatten wir in der Hinrunde kein gutes Gegenmittel“, erinnert sich Günes. Inzwischen sei die Defensive aber auch gegen derartige taktische Spielereien gewappnet: „Wir haben an Konzepten gearbeitet, um gegen den siebten Feldspieler erfolgreich zu verteidigen.“ Deshalb sind die Bruchköbeler optimistisch, es diesmal besser zu machen.

Dabei soll Günes und Co. auch das zusätzliche Konditionstraining zugutekommen, das ihnen Spielertrainer Tegaday Ramos-Nuez über die Faschingszeit verordnet hat. „Diese Konditionsarbeit hat sich gegen Hanau bereits bezahlt gemacht“, freut sich Günes über den Lohn der Mühen, „wir waren in der Schlussphase deutlich frischer als in den Spielen davor.“ Das kräftezehrende Derby hinterließ dennoch seine Spuren, wie der SGB-Linksaußen einräumt, denn am Tag darauf seien „wir alle sehr platt gewesen“.

Das können die Bruchköbeler aber verschmerzen – wenn am Sonntag der zweite Sieg in Folge herausspringen sollte. Günes und seine Mitspieler wollen dabei die Euphorie nutzen, die der Derby-Sieg im Team entfacht hat. „Jetzt haben wir wieder mehr Hoffnung auf den Klassenerhalt, der Sieg gegen Hanau hat uns da noch mal einen zusätzlichen Motivationsschub gegeben.“ Gegen Oftersheim will die SGB folglich genau da weitermachen, wo sie gegen die Hanauer aufgehört hat.

Vom Spielstil unterscheidet sich der nächste Kontrahent jedoch deutlich vom Lokalrivalen, wie Günes zu bedenken gibt. „Sie sind ein komplett anderes Team, haben sehr starke Einzelspieler und gehen oft ins Eins-gegen-eins.“ Der wohl stärkste Mann in Reihen der HG, Daniel Hideg, kommt wegen eines Zweitspielrechts allerdings nicht in jedem Spiel zum Einsatz. Vielleicht hat die SGB also Glück und Hideg ist – anders als in den vergangenen drei Spielen, bei denen er jeweils mit an Bord war und die der Tabellenzehnte jeweils gewann – am Sonntag nicht mit dabei. Aufpassen müssen die Bruchköbeler dann aber immer noch auf Linkshänder Tom Jansen, der auch schon beinahe 100 Saisontore auf dem Konto hat.

Hinter zwei wichtigen Bruchköbeler Spielern steht für einen Einsatz am Sonntag derweil noch ein großes Fragezeichen, denn neben Milos Kreckovic plagt sich auch Jonas Ulshöfer mit einer Blessur herum. „Bei beiden ist zwar nichts kaputt, es wird sich aber erst Ende der Woche entscheiden, ob sie spielen können“, wollte Günes noch keine Prognose abgeben. Ob mit ihren beiden Leistungsträgern oder ohne sie, der Linksaußen will vor eigenem Publikum unbedingt gewinnen. „Ein Sieg ist Pflicht, um die Klasse noch zu halten, und außerdem“, ergänzt Günes mit Blick auf die zuletzt nicht immer überzeugenden Leistungen bei Heimspielen, „sind wir unseren Zuschauern das schuldig.

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