Sommerinterviews 2018 – Teil 23 – Zugabe

So, liebe Manager und Vorstandsvorsitzende, keine erfolgreiche Serie ohne Zugabe! Die Sommerinterviews 2018 sind vorbei, aber trotzdem hat es noch geklappt mit der eigentlichen Erfinderin der Sommerinterviews kurz über Videokonferenz zu plaudern.

Doch zunächst kümmern wir uns erst einmal um die Wirtschaft! Aber nein, nicht an was ihr jetzt denkt. Ich meine die Wirtschaft, die die Kohlen ranschafft. Und wer von uns schlau ist und statt BILD BWL studiert hat, der weiß auch wie es geht. Angebot und Nachfrage sind die Zauberworte, das haben sogar schon die allerersten Kapitalisten Marx und Engels gewusst, und sie wussten auch, wohin es führen wird… Also, wer wirklich richtig Asche zusammenkratzen will, der muss beides können, Angebot bieten und Nachfrage erzeugen! Natürlich ist es wichtig auch Mitbewerber und Nachahmer platt zu machen, aber das würde hier zu sehr ins Detail gehen. Ich kann hier nur ein paar Beispiele geben, wo die Wirtschaft floriert (wer hat sich so ein blumiges Wort für so ein dreckiges Geschäft ausgedacht?): Beispiel 1 – Man bohre Brunnen in Entwicklungsländern, und zwar so tief, bis jeder Brunnen der Einheimischen versiegt. Dann verkauft man das geförderte Wasser in Flaschen teuer an die armen Leute, die es vorher umsonst hatten. Beispiel 2 – Man kauft sich einen Düngemittelherrsteller, dessen Produkte in Verdacht stehen, Krebs zu verursachen, und vertickt in einer anderen Abteilung teure Medikamente gegen Krebs. Beispiel 3 – Auch nicht lustig, man vergibt eine WM an ein Land, in dem die Sklaverei wieder eingeführt wurde und gründet dann selbst eine Ethikkommission, die schaut ob in dem Land beim Bau der Fußballstadien alles mit rechten Dingen zugeht…. Beispiel 97 – Man wettet darauf, dass es in einem bestimmten Agrarland Missernten gibt und somit fallende Kurse an der Börse eintreten. Davon haben die Leute zwar nichts, die durch die Missernten krepieren, aber dafür machen hier bei uns ein paar Leute reiche Ernte. Und wenn diese Leute von ihren Drecksmilliardengewinnen ein paar lumpige Millionen irgendwo für einen guten Zweck spenden, lassen sie sich auch noch von den von ihnen selbst korrumpierten Medien feiern… Mein Hals wird zu dick, ich muss hier aufhören. Möchte aber betonen, dass ich keine Namen genannt habe, ausnahmsweise.

 

So, nun aber zum aktuellen Interview, indem es richtig schwer wird das Thema Handball anzuschneiden, weil man meine Interviewpartnerin einfach nicht mit Sport assoziiert. Ich versuche trotzdem etwas aus ihr herauszubekommen und begrüße ganz herzlich zum ersten Video-Interview die Mutti aller Sommer-Interviews, unsere Noch-Bundeskanzlerin Dr. Angela „Äinschie“Merkel!!!

 

OH: Liebe Frau Doktor Bundeskanzlerin, wie soll ich sie überhaupt ansprechen? Im Handballsport ist eigentlich das „Du“ üblich, ich könnte sie natürlich auch wie viele andere einfach „Mutti“ nennen?

AM: Nein, bitte nicht Mutti, denn in Wirklichkeit bin ich ja längst Großmutti…außerdem habe ich mit Handballsport normalerweise recht wenig zu tun!

OH: Da wären wir direkt beim Thema, jeder kennt die Bilder, wie sie sich im Erfolg der Fußball-Nationalmannschaft sonnen, ja sogar mit halbnackten Spielern in der Kabine filmen lassen. Vom Handball sind mir solche Bilder nicht bekannt, obwohl wir in ihrer Amtszeit sogar Welt- und Europameister geworden sind.

AM: Ja, das könnte stimmen, ich muss ihnen aber sagen, dass man als Bundeskanzlerin einen Terminkalender hat, der leider hin und wieder alternativlos ist.

OH: Haben sie denn wenigstens die Termine im Januar 2019 schon in ihren Kalender eingetragen, wenn die nächste Handball-WM in Deutschland stattfindet?

AM: Oh, gut dass sie mich daran erinnern. Das werde ich mir gleich mal notieren, ist die WM wirklich schon wieder hier bei uns? Das hat mir mein Sportminister gar nicht verraten, aber der Horst ist auch nicht mehr der jüngste, er bietet mir sogar manchmal seinen Rücktritt an und kann sich am nächsten Tag nicht mehr daran erinnern, soweit ist es schon.

OH: Apropos Rücktritt. Freunde haben sie ja schon lange keine mehr, haben sie nicht Angst, jetzt wo auch noch die Wähler davonlaufen, dass sie den idealen Zeitpunkt zum Aufhören verpasst haben und nun in die Geschichte ähnlich negativ eingehen, wie ihr dickes Vorbild Helmut Kohl?

AM: Statt mit Dr. Kohl halte ich es lieber mit Winston Churchill, der gesagt hat: „Die Geschichte wird positiv über mich berichten, denn ich habe sie ja selbst geschrieben!“

OH: Sehr schön, da werde ich demnächst noch mal drüber nachdenken!? Bevor wir zum Ende kommen, was können wir denn über ihr Privatleben schreiben. Welchen Sport betreiben sie selbst?

AM: Nach meinem schweren Skiunfall 2013 habe ich den aktiven Sport sehr eingeschränkt. Lediglich im Urlaub gehe ich noch gerne Wandern, vor allem in unseren schönen deutschen Bergregionen, zum Beispiel Südtirol.

OH: Das ist lustig, ich sehe mir auch gerne meine deutsche Heimat an, z.B. auf Städtereisen nach Hamburg, Stuttgart oder Breslau. Und haben sie andere Hobbys neben dem Wandern und dem Extrem-Kanzlern?

AM: Ja natürlich, ich gehe mit meinem Mann gerne in die Oper, ich backe gerne Pflaumenkuchen, ins Kino gehe ich mit Wolfgang Schäuble, da muss er nämlich still sein (hihi) und wenn ich mal ganz meine Ruhe haben will, sitze ich in meinem Haus in der Uckermark und lese ein gutes Buch, also keins von Friedrich Merz (haha).

OH: Ich sehe, sie sind, anders als sie in der Öffentlichkeit manchmal herüberkommen, sehr lebenslustig! Wie viel Freizeit hat man überhaupt als Bundeskanzlerin, ich glaube, die wenigsten unserer Leser können das wirklich aus Erfahrung nachvollziehen?

AM: Mein Pressesprecher vom ZDF sagt immer „die Bundeskanzlerin ist immer im Dienst!“ Von mir hat er den Satznicht, ich ziehe mich nämlich gerne mal ein paar Tage in der Woche zurück. Das macht die Bildzeitung wahnsinnig, denn damache ich nämlich keine Fehler, das wurmt sie extrem.

OH: Nicht unschlau, ich habe leider noch andere Termine, deshalb ganz kurz meine letzte Frage: Wann kommen sie endlich mal nach Bruchköbel zu einem Handballspiel in die Dreispitzhalle?

AM: Da ich ja nicht mehr vorhabe Wahlkampf zu machen, könnte ich tatsächlich zum Handball gehen. Allerdings wünsche ich mir, dass die SGB endlich mal in Bestbesetzung spielt und sich etwas von der Abstiegszone absetzt. Außerdem finde ich, müssen viel mehr Bruchköbeler Vertrauen in das Team haben und einfach mal sagen „Ja, wir schaffen das!“

OH: Ein schönes Schlusswort, Mutti, ich wünsche ihnen eine ruhige Arbeitswoche und hoffe wir sehen uns bald in der Dreispitzarena, der Hubschrauber-Landeplatz ist nicht zu übersehen!

Liebe Leser der Sommer-Interviews, nun ist aber wirklich Schluss mit Lustich. Vielen Dank für euren Mut beim Lesen, selbstverständlich war das letzte (und NUR das letzte) Interview Satire gewesen, vielleicht hat manch einer es sogar gemerkt!? Und wo wir gerade bei „vielleicht“ sind, vielleicht starten in der Winterpause ja tatsächlich die Winter-Interviews, vielleicht mit weniger Satire, dafür mit echten SGB-Handball-Legenden. Lasst euch überraschen…

 

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