Turbulente Saison

Von Robert Giese

HANDBALL  Aufstieg in die 3. Liga Ost, permanente Abstiegsgefahr, Trainerwechsel, Rettung am letzten Spieltag – die SG Bruchköbel hat eine abwechslungsreiche Saison mit vielen Höhen und Tiefen hinter sich. Wir haben mit Teammanager Ante Vuko über die vergangene Spielzeit und die Planungen der Bruchköbeler für die kommende Saison gesprochen.

Dabei verrät der zweifache Familienvater, dass die Gespräche mit einem potenziellen neuen Trainer schon weit fortgeschritten sind.

Herr Vuko, Sie waren am Samstagabend live auf der Bank dabei, als die SGB durch einen Auswärtssieg in Baunatal den Klassenerhalt gefeiert hat. Wie nervenaufreibend war diese Rettung in letzter Minute?

„Die Anspannung bei uns war schon vor dem Anpfiff groß, schließlich wussten wir, worum es geht – bei der Tabellensituation war noch alles möglich, also mussten wir unbedingt punkten. Der Start ins Spiel war ziemlich holprig, da war den Spielern die Nervosität anzumerken, aber die mitgereisten Fans und auch wir auf der Bank haben das Team nach Kräften unterstützt, sodass wir von Minute zu Minute besser geworden sind. Die Betreuer auf der Bank haben über den Live-Ticker auch einen Blick auf die Zwischenstände bei den anderen Spielen geworfen, und da hat sich in den Schlussminuten schließlich abgezeichnet, dass wir es schaffen würden. Das hat bei uns allen für große Erleichterung und Entspannung gesorgt. Nach dem Abpfiff sind dann alle Dämme gebrochen, da ist der ganze Druck der letzten Monate von uns abgefallen.“

Die Abstiegsangst war über die gesamte Saison hinweg ein ständiger Begleiter der SG Bruchköbel. Überwiegen im Rückblick die schönen Momente in der 3. Liga Ost oder hat die permanente Anspannung alles andere in den Schatten gestellt?

„Wir hatten tatsächlich eine turbulente Saison mit vielen Verletzungen – unter anderem die schwere Knieverletzung von Maximilian Kraushaar – einem Trainerwechsel in der Hinrunde und Woche für Woche dem Kampf gegen den Abstieg. Das war sicherlich nicht einfach und eine ganz andere Situation als in den letzten Jahren, allerdings war uns schon vor Saisonbeginn klar, worauf wir uns da einlassen. Insgesamt hat das zwar dafür gesorgt, dass es für uns sehr stressig und angespannt war, aber zum Glück hat die Saison mit dem Klassenerhalt ja ein gutes Ende genommen.“

So ganz ist die Saison aber noch nicht vorbei, schließlich stehen für euch noch die Qualifikationsspiele für den DHB-Pokal an. Wie geht es nach dem Klassenerhalt für euch weiter?

„Richtig, wir hätten eigentlich noch die Möglichkeit, über mehrere Qualifikationsspiele in den DHB-Pokal einzuziehen, das erste Spiel hätte am Pfingstwochenende beim Northeimer HC stattgefunden. Allerdings sind wir nach dieser langen Saison personell zu angeschlagen und verzichten deshalb auf dieses Spiel. Nach Pfingsten haben die Spieler erstmal ein paar Tage Urlaub und können den Kopf frei bekommen, bevor wir Anfang oder Mitte Juni schon wieder mit den ersten Laufeinheiten in die Vorbereitung für die nächste Saison starten.“

Dann dürften zahlreiche neue Gesichter in Bruchköbel zu sehen sein, schließlich habt ihr mehrere Abgänge zu verzeichnen und braucht auch noch einen neuen Trainer. Wie weit ist die Kaderplanung bereits fortgeschritten?

„Da bei uns bis zuletzt nicht klar war, in welcher Liga wir nächste Saison spielen, können wir noch keine Neuzugänge vermelden, schließlich ist der Unterschied zwischen 3. Liga und Oberliga sehr groß. Seitdem wir Klarheit haben, können wir die Gespräche mit möglichen Neuzugängen intensivieren, bei uns laufen die Telefone aktuell jedenfalls heiß. Priorität hat die Suche nach einem neuen Trainer, die allerdings bereits weit fortgeschritten ist. Ich denke, bei dieser Suche können wir bald Vollzug melden. Kurz darauf dürften dann auch die ersten Neuzugänge feststehen – spruchreif ist im Moment jedoch noch nichts.“

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