10/17 Interview mit Edi Pjanic

Noch bevor unser Aufstieg in die 3. Liga richtig feststand, stand er schon als unser erster Neuzugang für diese Saison fest, und das obwohl er damals noch bei unserem größten Konkurrenten HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II spielte. Er hat sich riesig auf seine neue Aufgabe bei uns im Rückraum gefreut, und jeder SGB-Fan, der ihn in einem Vorbereitungsspiel gesehen hat, konnte es auch kaum erwarten, ihn in einem Ligaspiel zu sehen. Leider kam es anders als erwartet, was dazu führte, dass wir uns alle immer noch freuen können, und zwar auf sein Debüt in einem offiziellen Punktspiel im gelbschwarzen Trikot. Für ihn selbst war die Zeit des Zuschauens noch viel schlimmer als für alle anderen. Deshalb sagen wir nun hoffentlich bald: Herzlich Willkommen im SGB-Dress – EDI PJANIC.
OH: Zunächst einmal, wie geht es dir, du hast den Saisonstart aufgrund einer Verletzung, die du dir im letzten Vorbereitungsspiel gegen Bingen zugezogen hast leider verpasst?
EP: Mir geht es schon etwas besser, ich habe mir leider bei dem Aufwärmen für das Trainingsspiel gegen Bingen einen doppelten Bänderriss im rechten Fuß und leider auch einen Anriss des Syndesmosebandes zugezogen, deswegen der längere Ausfall. Ich konnte in der letzten Woche Laufeinheiten und auch Trainingseinheiten mit der Mannschaft absolvieren und hab viel Zeit im Kraftraum verbracht. Nur die schnellen und vor allem die Seitwärtsbewegungen bereiten mir im Moment noch etwas Probleme, aber das sollte in den kommenden Wochen immer besser werden.
OH: Du sagtest mal, das Zuschauen und nicht mithelfen können sei das Schlimmste an der Verletzung! Kannst du uns trotzdem aus deiner Sicht kurz schildern, was du bisher gesehen hast, den Saisonstart der SGB betreffend?
EP: Der Saisonstart, mit den ganzen knappen Spielen, war natürlich sehr nervenaufreibend, dennoch finde ich, sind wir super in die Saison gestartet und der Höhepunkt der noch jungen Spielzeit war sicherlich der Derbysieg letzte Woche in Gelnhausen. An dieser Stelle gleich ein großes Dankeschön an die besten Fans der 3.Liga!!! Die Stimmung auf den Rängen hat die Mannschaft beflügelt. Wir müssen weiter an uns arbeiten, um Woche für Woche Punkte sammeln zu können, die Liga dieses Jahr scheint so ausgeglichen wie schon lange nicht zu werden und an die Fans kann ich nur appellieren, uns genauso zu unterstützen wie bisher.
OH: Kommen wir zurück zu dir. Und zu deinem Namen, wo bist du geboren, bzw. woher stammt deine Familie? Ich bin so neugierig, weil du als Vorbild in deinem Steckbrief deinen Papa angegeben hast!
EP: Geboren bin ich in Nabburg (Bayern) und aufgewachsen in Gießen. Meine Eltern kommen beide aus dem ehemaligen Jugoslawien und heutigem Bosnien. Als Vorbild nehme ich mir meinen Papa, da er immer für mich und unsere Familie da ist und er immer sein bestes gibt um aus mir einen guten Menschen zu machen.
OH: Wie sprechen wir deinen Vornamen richtig aus: Eddie, Ehhdi oder Ääädie?
EP: Nun ja, selber stelle ich mich als „Eddie“ vor, jedoch werde ich oft auch „Ehhdi“ gerufen. Mittlerweile habe ich mich an beides gewöhnt, aber finde die erste Variante doch am besten.
OH: Obwohl du erst 22 Jahre alt bist, verfügst du schon über eine gewisse Erfahrung, hast in der Jugend-Bundesliga und am Training mit dem Bundesligateam HSG Wetzlar teilgenommen. Du hattest wohl in der Vorbereitung am wenigsten Probleme auf die Umstellung mit Harz zu spielen. Wie lief die Vorbereitung für dich persönlich?
EP: Die Vorbereitung lief bis zum Zeitpunkt der Verletzung sehr gut. Die Mannschaft hat mich super aufgenommen, womit es überhaupt kein Problem war, frei aufzuspielen und mich in der Mannschaft zu integrieren. In den Testspielen und besonders beim Weininsel-Cup hat man meiner Meinung nach gesehen, dass ich der Mannschaft mit meinen Qualitäten weiterhelfen kann. Daran möchte ich, nachdem ich meine Verletzung auskuriert habe, weiter anknüpfen.
OH: Auch deine bisherigen Erfolge im Handball können sich sehen lassen, erzähle uns bitte kurz von dem Jugend trainiert für Olympia-Finale, wie kam es dazu?
EP: Für das Finale konnte ich mich damals mit meiner ehemaligen Schule qualifizieren. Wir haben die Handball-Schulmeisterschaft in Hessen gewonnen und konnten uns somit für das Finale in Berlin qualifizieren, wo wir auf die besten Schulen der anderen Bundesländer getroffen sind.
OH: Wie einige unserer Neuzugänge sagst du, dass du das Umfeld in Bruchköbel sehr motivierend findest, welche Erinnerungen hast du an die SGB als Gegner in der Oberliga? (hoffentlich keine Narben oder Ähnliches)
EP: Ich erinnere mich an eine volle Halle mit sehr lauten Fans und ich hoffe, dass diese Saison genauso eine tolle Stimmung bei den Heim- und Auswärtsspielen herrschen wird, da dies eine Mannschaft zu großen Leistungen pushen kann und den Gegner (was ich selbst zu spüren bekommen habe :D) unter Druck setzt.
OH: Du beschreibst dich selbst als äußerst motivierten und zielstrebigen Spieler, welche Ziele hast du persönlich im Handball für diese Saison und darüber hinaus?
EP: Zuallererst natürlich so schnell es geht fit zu werden, um der Mannschaft auf dem Feld helfen zu können. Wir haben eine tolle Mannschaft, mit der wir durchaus eine gute Saison spielen können und ich bin der vollsten Überzeugung, dass uns das gelingen wird, falls wir nicht noch weiter von dem Verletzungspech verfolgt werden.
OH: Und privat, was studierst du in Gießen und was sind deine Ziele außerhalb des Sports?
EP: Ich studiere Energiesystemtechnik an der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen.
OH: Zum Schluss eine Frage, die mich nicht schlafen lässt: Es gibt ein Foto von dir aus deiner Dutenhofen-Zeit, das sieht es aus, als ob ihr dort mit Kinder-Handbällen gespielt hättet? Oder sind deine Hände wirklich so groß?
EP: Ne, ne, das waren keine Kinderbälle…
OH: Oh ha, dann weiß ich nicht, wie man dir den Ball abnehmen soll? Auf jeden Fall wünsche ich dir ganz besonders einen guten Einstand bei „deinem“ Saisonstart! Vielen Dank für dieses sympathische Interview.

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