09/17 Interview mit Jonas Ulshöfer

OH: Lieber Jonas, bevor wir zum Sport kommen, muss ich wissen, ob dein Wunsch als Aufwärmmusik vorm Spiel Schlager zu spielen ernst gemeint war?
JU: Mit voller Überzeugung war das ernst gemeint. Es werden auch von Tag zu Tag mehr Schlager-Lieder in der Kabine gespielt. Konnte schon den ein oder anderen davon überzeugen. Ich musste mich aber auch schon von der spanischen Musik überzeugen lassen, die ich jetzt auch sehr gut finde.
OH: Du studierst Lehramt in Frankfurt – jeder denkt jetzt eines deiner Fächer wird Sport sein! Stimmt das?
JU: Ich studiere Lehramt für Haupt- und Realschule in Frankfurt. Natürlich ist Sport auch mein absolutes Lieblingsfach. Zu Sport kommt noch Politik und Wirtschaft hinzu.
OH: Kommen wir zur Saison-Premiere. Hast du das Raunen gehört, als du gegen Erlangen dein erstes Tor geworfen hast? Wie war für euch auf dem Spielfeld die Atmosphäre in der Dreispitzhalle?
JU: Die Saisonpremiere war für mich persönlich sehr gelungen, das erste Mal in der Dreispitzhalle zu spielen, vor so einer überragenden Atmosphäre war sehr emotional für mich. Es hat mich sehr beeindruckt, wie die ganze Halle wie ein 8. Mann hinter uns stand und uns bis zur letzten Sekunde nach vorne getrieben hat. Ich hoffe sehr, dass wir als Mannschaft schon bei unserem nächsten Heimspiel auch dann endlich den ersten Sieg in der 3. Liga mit unseren großartigen Fans feiern können. Kann es kaum erwarten wieder zu Hause zu spielen. Ihr seid der Wahnsinn! Vielen Dank!
OH: Du bist nicht nur Spielgestalter mit toller Übersicht im Angriff, sondern auch Vollstrecker. Wie oder von wem hast du deine einzigartige Wurftechnik gelernt?
JU: Erst einmal vielen Dank für das Riesenkompliment. Als Spielgestalter habe ich es am liebsten, wenn meine Nebenleute die Tore werfen und ich für sie die Fäden ziehen kann. Als Vollstrecker würde ich mich nicht beschreiben, jedoch kommt auch immer mal der ein oder andere spektakuläre Wurf von mir.
OH: Keine Frage, der ein oder andere Wurf von dir ist eigentlich schon das Eintrittsgeld wert. Aber ich möchte nicht zuviel loben, das könnte auch belastend sein. Deine oft als schmächtig beschriebene Erscheinung, ist sie ein Vorteil, um seine Gegenspieler auszutanzen, aber bei der Abwehrarbeit vielleicht eher ein Nachteil?
JU: Ich glaube sie ist eher von Vorteil, es gibt heutzutage nicht mehr so viele schnelle und schmächtige Spieler im Handball, deshalb meine ich, dass es für die Abwehrspieler deutlich schwieriger ist, sich auf flinke und schmächtige Spieler einzustellen. In der Abwehr würde ich es als Nachteil sehen, aber auch hier kann man mit Schnelligkeit und Auge viel wettmachen. Alles eine Frage des Willens und der Bereitschaft!
OH: Du hast mit 23 Jahren schon viel erreicht in deiner Handballkarriere. Was war dein bisher aufregendstes Spiel oder Erlebnis?
JU: Mein aufregendstes Spiel war mit 17 Jahren im DHB-Pokal gegen den Bundesligisten Bayer Dormagen. Das Spiel fand in der Arena in Dormagen statt und es waren fast 3000 Zuschauer da, es war ein sehr aufregendes Ereignis für mich in meinem ersten Drittligajahr.
OH: Deine Hobbys neben Handball sind Reisen und Angeln. Verbindest du gerne beides, oder kommst du auch zu Hause regelmäßig zum Angeln?
JU: Familie, Handball, Studium und Hobbys unter einen Hut zu bringen ist sehr schwierig. Für viele Hobbys, wie zum Beispiel das Angeln, bleibt fast keine Zeit mehr, was sehr schade ist. Reisen ist auch nicht immer leicht zu organisieren, da die Handballsaison nicht viel Spielraum für Urlaub lässt. Jedoch alles machbar.
OH: In der Vorbereitung hast du von Bruchköbel nur 3 Orte kennen gelernt: die Halle, das Stadion und eine Stehpizzeria! Kennst du mittlerweile mehr von Bruchköbel, wusstest du, dass es einen Badesee und Angelteiche gibt?
JU: Ehrlich gesagt, habe ich noch nicht viel mehr von Bruchköbel kennengelernt. Aber die Stehpizzeria ist jetzt schon einer meiner Lieblingsrestaurants und sehr zu empfehlen. Von den Angelteichen und von dem Badesee muss ich mir noch einen Eindruck verschaffen gehen. Die Zeit in der Vorbereitung hat dafür leider nicht gelangt.
OH: Vielen Dank Jonas für das tolle Interview. Ich kann dir verraten, wir können es auch kaum erwarten, euch wieder live in der Dreispitzhalle erleben zu dürfen.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.